8. Tag:
Busfahrt nach Bozen

Als ich morgens auf den Balkon trat, sah ich dasselbe Bild wie gestern, nur Regen. Aber wir ließen uns ja nicht unterkriegen und gingen erst einmal zur Meditation. Jürgen hatte für heute das Thema "Wofür kann ich dankbar sein?" ausgesucht.
Nach dem gemeinsamen Frühstück bewaffneten wir uns mit dem Regenschirm und gingen wieder zur Bushaltestelle, wo uns der Bus der Firma Mahlknecht erwartete, um uns nach Bozen zu fahren. Auf der Fahrt den Berg hinunter las uns Jürgen wieder ein Kapitel aus dem Engelbuch vor. Jeder hörte gespannt wie immer zu; denn Jürgen las die entsprechende Geschichte so vor, dass jeder den Sinn voll und ganz erfassen konnte.

Bozen ist die Landeshauptstadt von Südtirol seit 1919 und hat knapp 100000 Einwohner. Seit 1964 ist die Stadt auch Bischofssitz. Durch ihre verkehrsgünstige Lage unterhalb des Brenner- und Reschenpasses am Zusammenfluß von Eisack, Talfer und Etsch wurde Bozen schnell eine wohlhabende Handelsstadt mit heute eigenem Flugplatz, eigenem Opernhaus und eigener Universität. Die Stadt ist berühmt für ihre historische Innenstadt mit ihren Laubengängen, dem Obstmarkt und vielen malerischen Plätzen und strahlt eine südländisches Flair aus.

Wir wurden mit dem Bus bis zum Busbahnhof in der Nähe des Bahnhofs gebracht und folgten dann Jürgen bei einem Rundgang durch die Stadt. Diesen Rundgang werde ich noch näher unter dem 14. Tag beschreiben.

Am Ende des Rundganges führte uns Jürgen zum Südtiroler Archäologiemuseum, auch genannt "Ötzi-Museum", wo eine Führung für unsere Reisegruppe angemeldet war. Es empfing uns dort eine junge Dame, die uns anschließend durch das Museum führte und alles mit sehr viel Kompetenz erklärte.

In diesem Museum wird die Ur- und Frühgeschichte von ca. 15000 v.Chr. bis ca. 800 n.Chr. in zeitlicher Abfolge dokumentiert. Dies wird auf mehreren Etagen dargestellt. Besonders beeindruckend war für mich die Darstellung über den Fund und der anschließenden Behandlung des "Mannes aus dem Eis", genannt Ötzi. Dieser Ötzi wurde ja vor einigen Jahren vom Ewigen Eis der Berge am Similiaun-Gletscher freigegeben. Man nahm zunächst an, daß diese Gletschermumie ein Bergsteiger war, der vor nicht allzu langer Zeit dort abgestürzt war. Darum wurde die Mumie auch mit den heute modernen Mitteln aus dem Eis geholt. Dabei wurde das Knochengerüst erheblich verletzt. Erst später merkten Fachleute, was man da gefunden hatte, nämlich eine Mumie aus prähistorischer Zeit, ca. 5300 Jahre alt. Nun suchte man in der Fundgegend weiter und fand auch noch Utensilien aus der damaligen Zeit. Hier im Museum laufen nun Videofilme ab, in denen gezeigt wird, was für Untersuchungen von den Wissenschaftlern an dem "Mann aus dem Eis" gemacht wurden. Die Forschungsergebnisse werden hier ebenfalls dargestellt. Nach diesen ganzen Untersuchungen schaffte man Ötzi in dieses Museum, wo er vom Publikum in einer neuartigen Konservierungsanlage zu besichtigen ist.

Nach der Führung bummelten wir noch eine Weile allein durch das Museum und sahen uns noch einmal alles genauer an. Bald war es dann aber wieder Zeit, zum Busparkplatz zu gehen und mit dem Linienbus nach Steinegg zurückzufahren.

Nach dem gemeinsamen Abendessen saßen wir noch eine Weile mit den anderen zusammen und ließen noch einmal den Tag Revue passieren.
 

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